Aktuelle Statistiken belegen: 10 – 15% der Kinder sind chronisch krank. Daher gewinnt die Beratung der Heimatschulen zunehmend an Bedeutung.
Im Pädagogischen Hilfekompass, herausgegeben von der Arbeitsstelle Kooperation, wurde ein Überblick über die wichtigsten Krankheitsbilder als Handreichung für Lehrkräfte an allgemeinen Schulen veröffentlicht. Der Pädagogische Hilfekompass wird von der Arbeitsstelle Kooperation des Staatlichen Schulamts an alle Grund-, Haupt-, Real- und Sonderschulen des Ortenaukreises verteilt.
Lehrkräfte der Schule für Kranke führen auf Anfrage der Schule und im Einverständnis mit den Erziehungsberechtigten des erkrankten Kindes Heimatschulbesuche durch und informieren Mitschüler und Kollegien an den allgemeinen Schulen über Fragen im Zusammenhang mit der Erkrankung.
Zu unserem Schulprofil gehört auch das Angebot der Diabetesberatung. Hierfür wurde eine ca. zwei Schulstunden umfassende Unterrichtseinheit zum Thema Diabetes entwickelt. Gemeinsam kommen eine Lehrkraft der Schule sowie eine Diabetesberaterin der Klinik in die Klasse eines an Diabetes erkrankten Kindes. In kindgerechter Weise werden die Zusammenhänge der Erkrankung handlungsorientiert erklärt mit dem Ziel, die Mitschüler für die Situation des erkrankten Kindes zu sensibilisieren. Im Anschluss an die Unterrichtseinheit kann auf Wunsch noch eine Lehrerinformation zu rechtlichen Fragen des Nachteilsausgleichs oder zur Handhabung der Notfallspritze stattfinden.
Die Unterrichtseinheit kann als Abrufveranstaltung über das Fortbildungsprogramm des Staatlichen Schulamts oder direkt bei der Schule für Kranke angemeldet werden, wenn dies von den Eltern eines erkrankten Kindes oder den Lehrkräften mit Einverständnis der Eltern gewünscht wird.
Regelmäßig wirken wir auch bei Asthma- und Diabetesschulungen auf der Station innerhalb des psychosozialen Teams mit.